Es ist überholt

Als ich ein kleiner Junge war, mußten wir ausrechnen, wieviel Geld im Jahre 1925 aus einem Taler geworden sein würde, den einer unserer Ahnen 1525, unter der Regierung Johannes des Beständigen, zur Sparkasse gebracht hätte. Es war eine sehr komplizierte Rechnerei. Aber es lohnte sich. Aus dem Taler, bewies man uns, entstünde durch Zinsen und [...]

der tagesplan

gestern machte ich mir einen tagesplan für heute heute stehe ich auf und schaue lange nicht darauf es steht darauf was noch nicht getan ist und noch heute soll das alles getan werden und wer soll es sein der das tut diese frage ist nicht gut und die antwort darauf auch nicht (Ernst Jandl)

Frühling

Nicht-Greifen Verlassener Strand, Fußspuren im Sand, vom Regen ausgelöscht – die Verzweiflung kommt von nirgendwoher, und ihre Füße berühren noch nicht die Erde. Plötzlich höre ich aus der Ferne das Flüstern der sanften Frühlingswinde, und die Verzweiflung ist fort. (Thich Nhat Handh)

Bezogen sein

Sowohl „Aktivität“ als auch „Passivität“ können zwei völlig verschiedene Bedeutungen haben. Entfremdete Aktivität im Sinne bloßer Geschäftigkeit ist in Wirklichkeit „Passivität“, das heißt Unproduktivität. Hingegen kann Passivität im Sinne von Nichtgeschäftigkeit nichtentfremdete Aktivität sein. Dies ist heute so schwer zu verstehen, weil die meisten Arten von Aktivität entfremdete „Passivität“ sind, während produktive Passivität selten erlebt wird. [...] Wir Menschen haben ein [...]

Spontan von Fromm

Die Unfähigkeit spontan zu handeln und das zum Ausdruck zu bringen, was man genuin fühlt und denkt, und die sich daraus ergebende Notwendigkeit, anderen und sich selbst ein Pseudo-Selbst zu präsentieren, sind die Wurzeln des Gefühls von Minderwertigkeit und Schwäche. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, es gibt nichts, dessen wir uns mehr [...]

Lichtung

manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern. werch ein illtum! (Ernst Jandl)

Wahr nehmen

Wir wenden uns einander zu, weil wir unsere Blindheit verringern wollen oder weil wir anderen Menschen helfen wollen, das zu sehen, was wir sehen. Zu diesem Zweck bilden wir Partnerschaften und Freundschaften und stellen darin immer wieder die zentrale Frage, was der andere im Unterschied zu uns selbst an uns wahrnimmt. Dafür ist Wertschätzung und Vertrauen notwendig – und [...]

Dieses Stirb und Werde!

Danke für diesen passenden Hinweis von Renate M. Bauer aus der Feder von J. W. Goethe. Selige Sehnsucht “Sag es niemand – nur den Weisen, weil die Menge gleich verhöhnet, das Lebend´ge will ich preisen, das nach Flammentod sich sehnet. In der Liebesnächte Kühlung, die dich zeugte, wo du zeugtest, überfällt dich fremde Fühlung, wenn [...]

Verlassen und finden

Solang ich tat, was die andern mir sagten, solang war ich blind. Solang ich kam, wenn die andern mich riefen, solang ging ich fehl. Zu guter Letzt verließ ich jeden, sogar mich selbst. Dann aber fand ich alle wieder, sogar mich selbst. Rumi

Botschafterin der Erotik

Die aktuelle Staffel der Linzer “Beziehungsfallen” startete bereits mit einem ersten Höhepunkt: Ester Perel, eine in New York tätige Familientherapeutin, sprach in einem bezaubernden Gemisch aus belgischem, flämischen Deutsch und Englisch gewürzt mit französischen Lauten (ich glaube auch etwas auf Hebräisch gehört zu haben) über die “Rückkehr der Erotik in der Liebe”. Sie stellt das Streben [...]

Regenfrei ohne Erwin Chargaff

Erwin Chargaff hat mich in einem Hörfunk-Interview begeistert: “Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, die Natur verbessern zu wollen. Früher hat man wegen des Regens den Regenschirm erfunden. Da hat es keine grossen Eingriffe in die Meteorologie gegeben. Heute bekäme ein Forschungsinstitut den milliardenschweren Auftrag, den Regen abzuschaffen. Wir haben den Respekt vor [...]

Rumi wirkt

Es naht die Nacht, die Menschen legen sich zur Ruh´ wie Fische, die ins Wasser tauchen. Und wenn sie dann erwachen, geh´n manche ihrer Arbeit nach, and´re wirken an sich selbst. Aus Rumi, “Das Lied der Liebe” Sehens- und hörenswert: blush Dessous, Lied der Liebe

Individueller und kollektiver Wahn

Der Wahnsinn des durchdrehenden Kapitalismus heißt eine Abhandlung von Prof. Bernd Senf, die ich für lesenswert halte. Darin beleuchtet er Analogien der Schizophrenie einzelner Menschen mit den internationalen Finanzmärkten. Kurz: “Wahnsinn!”

Was leistet du dir?

In einem Gespräch über die sich summierenden Kosten von Coaching und Psychotherapie antwortete ich: “Wer kann sich seine Therapie schon leisten?“

Gewissheit

Wer die Konsequenzen trägt, den tragen die Konsequenzen. (Waldefried Pechtl)

Jetzt an an an ansehen erlangen

Ich entwickle mich immer mehr zum Fan. Besonders für Überlängen.

Das letzte Wort vom Ritter?

Kommentare sind kostbar. Besonders auch dieser zum Poetry Slam. Aus einer lupenreinen und (un)eigennützigen Marketing-Überlegung heraus veröffentliche ich hier den Kommentator: Es handelt sich um den (fast besten..) Poetry Slammer und Selbst-Googler Christian Ritter.

Darf dürfen

Was soll schief gehen, wenn ich mich nach meinen Bedürfnissen richte? (Karl P. Bauer)

Entschieden

Jede getroffene und verwirklichte Entscheidung ist eine richtige Entscheidung. (Waldefried Pechtl)

Veränderbar

Einfluß ausüben heißt, nicht verändern. (Waldefried Pechtl)

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